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Pressemitteilung Essen 29.04.03

Ehemaliges Frauenkonzentrationslager Ravensbrück: Anschlag auf Gedenkstein für Opfer des Naziregimes

Der Gedenkstein für die Opfer des Naziregimes an der Straße der Nationen in der Nähe der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg/Havel ist in der letzten Nacht mit roter Farbe beschmiert worden. Die Tat wurde heute morgen durch die Leiterin der Gedenkstätte des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers, Frau Prof. Dr. Sigrid Jacobeit, entdeckt. Die Täter hatten vor allem die Gedenktafel beschmiert, die an die Frauen aus den verschiedensten Ländern Europas erinnert, die als KZ-Häftlinge unter grauenhaften Bedingungen die Zufahrtsstraße zu dem Konzentrationslager bauen mussten. Der Gedenkstein wurde auf Initiative von Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet und vor einem Jahr, im April 2002, im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der Befreiung des Lagers eingeweiht.

Die Vorsitzende der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis, Rosel Vadehra-Jonas, sagte zu dem Angriff: "Die Schändung dieses Gedenksteins ist ein infamer Anschlag auf das Andenken an die Opfer des Naziregimes. Diese Tat zeigt auf Neue, dass das Wort von Berthold Brecht 'Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch,' auch 58 Jahre nach der militärischen Niederlage des deutschen Faschismus leider immer noch nichts an Aktualität verloren hat."

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Christine Krause