Seit 1984 ist die erste Ausstellung
in der Bundesrepublik Deutschland unterwegs. Hanna Elling, die als Widerstandskämpferin
im KZ Moringen eingesperrt war, hat mit Unterstützung der Lagergemeinschaft
Ravensbrück diese Ausstellung erarbeitet. Frauen des Widerstands, die die bittere
Erfahrung der KZ-Haft machen mussten, oder ihre Angehörigen, haben mit Fotos,
Dokumenten und Erinnerungen der Ausstellung Authentizität gegeben. Die 1998
von Ursula Krause-Schmitt, Cora Mohr, Conny S.-Seyler, Peter Schmidt und Klaus
Knödler inhaltlich und künstlerisch neugestaltete Ausstellung stellt auf 22
Tafeln die Biographien von 51 Frauen vor, die in der NS-Zeit aus rassistischen,
politischen, weltanschaulichen, religiösen und sozialen Gründen verfolgt wurden.
Einen weiteren Zugang ermöglichen Lesemappen. Sie beschäftigen sich mit dem
Widerstehen unter den Extrembedingungen der Konzentrationslager, mit medizinischen
Experimenten an Frauen, mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in Ravensbrück,
mit der weitgehend tabuisierten Frage der Zwangsprostitution, mit der "Topographie
des Terrors", mit Tätern und Täterinnen und mit der Befreiung von Ravensbrück.
In Vitrinen können Handarbeiten und Gegenstände, die in Moringen, Lichtenburg
und Ravensbrück gefertigt wurden, betrachtet werden.
Die neugestaltete Ausstellung "Frauen im KZ 1933-1945. Moringen, Lichtenburg, Ravensbrück" Besprechung von Christine Krause